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Sabbat-Lesung und Kommentar für die 37. Woche 2008, (6. Sept.) Schabbat Schoftim – Richter:

(in eigener Sache (PDF): Exposè für Gründungsmitglieder der God’s Sabbath International in der vorgesehenen Rechtsform als gemeinnützige Aktiengesellschaft)

5. Mose 16,18 bis 21,9; Haftara-Prophetenlesung: Jesaja 51,12 – 52,12
von Michael Schneider, NAI israel heute, Jerusalem

Wir befinden uns im jüdischen Monat Elul; der Selichot-Monat, andem der Jude früh morgens aufsteht und Vergebungsgebete spricht. Ein Monat der Umkehr und Buße, in dem wir unser Herz vor dem großen Gerichtstag des Neujahrs vorbereiten, was am Versöhnungstag, Jom Kippur (d.J. 9.Okt.) zum Höhepunkt und Abschluss kommt. Während dieser Tage sollte man besonders vorsichtig sein – so die jüdischen Weisen – jemanden zu richten, denn Gott – wie es auch im Neuen Testament steht – wird uns mit demselben Maß richten. Darum seid barmherzig, so dass der HERR auch euch gegenüber gnädig sein kann.

Kommentar:
Unser Schabbatabschnitt beginnt mit der Warnung an die Richter (Schoftim) und die „Aufseher“ (Schotrim, das ist der heutige Begriff für Polizisten). Damals wie auch heute sind Menschen in diesen beiden staatlichen Ämtern anfällig für Korruption und Bestechung. Darum lesen wir die warnenden Worte Moses in seiner Abschiedsrede: „Du sollst das Recht nicht beugen, du sollst die Person nicht ansehen und kein Bestechungsgeschenk nehmen. Denn das Bestechungsgeschenk macht die Augen der Weisen blind und verdreht die Sache der Gerechten. Der Gerechtigkeit, [und nur] der Gerechtigkeit sollst du nachjagen…
Mose wusste, wie leicht es Richter und Polizisten aufgrund ihrer Autorität haben, das Zepter auf Druck von Menschen verlockend zugunsten des Stärkeren zu richten, darum der Aufruf: Richte Dein Auge auf die Gerechtigkeit, die göttliche, und jage ihr nach!
Da wir, wie es auch Paulus in 1. Korinther 10 vergleicht, Gottes Handeln an Israel als Vorbild für unser Glaubensleben sehen, sind diese harten Straffälle im 5. Mose 17 auch heute geistlich zu sehen. „Wenn einer in deiner Mitte, in einem deiner Tore,… was Böses in den Augen des HERRN, deines Gottes, tut und indem er seinen Bund übertritt“, der soll „draußen getötet werden“. Ja, wie es schon David in Psalm 139 sagt: „Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz. Prüfe mich und erkenne meine Gedanken! Und sieh, ob ein Weg der Mühsal bei mir ist…“ Ja, das wir es dann herausschneiden und es „außerhalb des Lagers verbrennen oder steinigen“.
Erschaffe in uns ein reines Herz, sollen wir täglich verlangen.

Wie Ihr seht, kann man auch diese „alttestamentlichen“ Thoratexte im geistlichen Sinne heute verstehen. Alles Unreine soll aus unserer Mitte entfernt werden.
Und wiederholt wird vom Volk Gottes verlangt, dass es: „von dem Gebot weder zur Rechten noch zur Linken abweicht, damit er die Tage in seiner Königsherrschaft verlängert…“ Wie können wir von der Thora, Gottes Wegweisung, abweichen? Wenn sich unser Herz über unsere Brüder erhebt – lesen wir. Wenn Hochmut und Ergeiz an die Stelle von Demut treten, die der HERR von uns verlangt.

Dennoch finden wir unseren Trost in den Versen unseres Prophetenabschnittes, in Jesaja 51,12:
„Ich, ich bin es, der euch tröstet. Wer bist du, dass du dich vor dem Menschen fürchtest, der hinstirbt…“und die Hoffnung in den kommenden Erlöser, der Messias, den jeder sehen wird:
„Wie lieblich sind auf den Bergen die Füße dessen, der [frohe] Botschaft bringt, der Frieden verkündet, der gute Botschaft bringt, der Heil verkündet, der zu Zion spricht: Dein Gott herrscht als König! … Denn Auge in Auge sehen sie, wie der HERR nach Zion zurückkehrt.
Brecht
[in Jubel] aus, jubelt allesamt, ihr Trümmerstätten Jerusalems! Denn der HERR hat sein Volk getröstet, hat Jerusalem erlöst!
Der HERR hat seinen heiligen Arm entblößt vor den Augen aller Nationen, und alle Enden der Erde sehen die Rettung unseres Gottes.
„Denn die Berge mögen weichen und die Hügel wanken, aber meine Gnade wird nicht von dir
(Israel) weichen und mein Friedensbund nicht wanken, spricht der HERR, dein Erbarmer.“

Schabbat Schalom



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