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Ruth Lapide in Bibel TV: Engel sind Boten Gottes – und Tod Bentley, Emma und Swift?

Kann man aktueller (begnadeter) am Puls der Zeit liegen, als Bibel TV mit der Ausstrahlung des Gesprächs über Engel, da doch heute der „Bund des Friedens mit Gott„, der Schabbat, in jedem Haushalt Einzug halten will, der bereit ist, ihn zu empfangen, und eben gerade heute den Namen trägt: Schabbat „Pinchas„? Genau so hieß nämlich auch der vor 11 Jahren zum HERRN gegangene Ehemann der zum x-ten (und hoffentlich nicht zum letzten) Mal interviewten brillanten, deutsch-jüdischen Religionswissenschaftlerrin Professor Ruth Lapide.

Lt. 4.Mose 25,12 ist Pinchas nicht nur die erste, sondern auch die bis zum heutigen Tag einzige Person, die „den Bund des Friedens mit Gott“ erhielt, ebenso wie mit 1.Mose 2,3 der Schabbat nicht nur das erste ist, was Gott heiligte, sondern auch der einzige Tag moe( = festgesetzter Zeitpunkt) bleiben wird, an dem Gott „jedem Menschen auf der Welt“ – egal welchen Glaubens – vollkommene Ruhe (= Schabbat im Hebräischen) verspricht, bis das der Messias (christl. wieder-) kommt!

Dann war es wohl auch eher kein Zufall, dass es gerade heute, wo es in „Bibel TV das Gespräch“ um Engel ging, besonders blitzte und zischte zwischen der aus Bayern im 3. Reich geflohenen „Jüdin“ (35 ihrer Familienmitglieder starben in Vernichtungslagern), geb. Ruth Rosenblatt, und dem deutschen „Christen“ Henning Röhl, als dieser den Versuch unternahm, den Juden Jesus mit Zitat des vermeintlich neuen Gesetzes aus Matthäus 22,39 zu verchristianisieren.

Das hebräische Wort „malak“ hieße übersetzt sowohl „Bote“ aber, als Adverbum gebraucht, auch „tue Buße„, konterte Lapide. Jesus habe permanent zur Buße aufgerufen, nur wer folgte ihm heute? Wörtlich insistierte Ruth Lapide: „Jesus war ganz Jude„. Jesus habe immer aus der Torah zititert, in diesem Fall aus 3.Mose 19,18, also nichts Neues, er war kein neuer Religionsstifter, sondern habe sich stets auf Gott berufen. Auch in dieser Phase der Diskussion war es also prinzipiell um „Boten“ gegangen, denn „Engel“ (im Hebräischen steht an der Stelle „Bote“) kämen immer von Gott, manchmal um zu warnen. Mit Recht und zum richtigen Zeitpunkt wurde Frau Professor Lapide jetzt persönlich: „Auschwitz war nicht von Gott“ … „Wir Menschen sind es Schuld – Ihre Vorfahren im letzten Jahrhundert, sie hätten ja den Anfängen entgegentreten können.“ Die diese Diskussion auslösende, in einem Leserbrief gestellte Ausgangsfrage war, warum Gott die Menschen vernichten wollte (z.B. Gottes Handeln mit Sodom und Gomorra / und es kammen zwei Engel, 1.Mose 18+19) Die Fernsehausstrahlung dazu war im Programmheft angekündigt mit: „Lieber Engel Gabriel, Wolke neun, links…“ So lassen sich Engel laut Ruth Lapide nicht verorten. Aber es gibt sie trotzdem, die Boten Gottes…

Anmerkung von God’s Sabbath International: …jedoch heißen diese gewiss nicht Emma oder Swift, wie die von Todd Bentley in Florida herbei gerufenen. Wünschen Sie sich verantwortungsvoll ausgewogene Beleuchtung der Ereignisse um Todd Bentley in Lakeland, so mailen Sie Ihre Bitte direkt an Pastor Rolf Piller begin_of_the_skype_highlighting     end_of_the_skype_highlighting (persönliche Mail-Adresse s. „Vorstand God’s Sabbath Int.„) oder diskutieren Sie mit Ihm durch Nutzung der untenstehenden Funktion „comments“.

Schabbat Schalom, Ihr Eric C. Martienssen


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9 Kommentare to “Ruth Lapide in Bibel TV: Engel sind Boten Gottes – und Tod Bentley, Emma und Swift?”

  1. […] * s. auch Pinchas / Ruth Lapide / Bibel TV / Engel / Emma/ Swift auf Aktuelles […]

  2. Birthe Hertwig sagt:

    Sehr geehrte Frau Lapide,

    was hat es mit dem Schwingopfer im AT auf sich? Herzlichen Dank für eine Antwort im Voraus!

    Liebe Grüße,

    Birthe Hertwig

  3. Moder Sylvia sagt:

    Sehr geehrte Frau Prof. Lapide

    Es freut mich ungemein, dass ich Ihnen schreiben kann, denn ich sehe sie jeden Sonntag auf br-alpha mit Herrn Walter Flemming und das ist „meine“ Bibelstunde, die ich immer sehr geniesse.

    Ein herzliches Dankeschön und weiter so!

    Herzliche Grüsse

    Sylvia M o d e r

  4. Eric GSI sagt:

    Liebe Frau Moder,

    es ist schön, von Ihnen zu hören, wie sehr Sie Ihre Bibelstunden mit Frau Prof. h. c. Ruth Lapide genießen. Alleine, wir können solche Beiträge wie den Ihrigen auch nur bei nächster Gelegenheit an Rau Prof. Ruth Lapide weitergeben, jedoch Ihnen den Tipp geben auf unseren Seiten auch die wöchentlichen Schabbat-Kommentare zu verfolgen, um immer auf dem Laufenden zu sein, was hinter den Worten von Ruth Lapide steht. Gerade vom Petersberg kommend, wohin der Gründer von Bibel TV, Herr Norman Rentrop und sein Verlag für die deutsche Wirtschaft einlud, habe ich den Satz dort nach langer Zeit einmal wieder vorgelegt bekommen, den ich an dieser Stelle mit Ihnen teilen will: „der Gott der Christen ist doch ein Jude“. Natürlich korrigierte ich, ich hoffe, in Ruth Lapids Worten, dass es entgegen kirchlichem Ansinnen keinen Gott neben dem Ewigen gibt, aber der Rabbi von Nazareth, in unserem Talmud erwähnt, war auf jeden Fall Jude. „Wie Menschen darauf kommen konnten, eine Religion zu gründen, deren Begründer zeitlebens einer anderen Religion angehörte, ist mir ein Rätsel“…. diese Worte sind mit Sicherheit die von Ruth Lapide.

    Wir freuen uns auf den Austausch darüber – wenn Sie wollen, kommentieren Sie gern auch unsere Schabbat-Kommentare. Sein Sie herzlich eingeladen.

    Herzliche Grüße
    Eric C. Martienssen

  5. […] Ruth, Ruth Lapide, SchabbatBeiträge die zu diesem Artikel thematisch passen: Aktuelle Sabbat-LesungRuth Lapide in Bibel TV: Engel sind Boten Gottes – und Tod Bentley, Emma und Swift?PINCHAS 4. Mose 25,10-30,1; 1. Könige 18,46 […]

  6. Beate Pointner sagt:

    …möge die Sendung nie aufhören! Danke!

  7. Gods Sabbath sagt:

    …da kann ich Ihnen nur beipflichten, zumal in der Sendung „Zuschauerfragen“ vom 22.7.2010 (wir berichteten im Beitrag „Jom Kippur Umkehr zum Leben“ kurz darüber) im Nichtwissen von Henning Röhl deutlich wurde, dass Christen von den fundamentalsten Worten des Ewigen, wie Seinen Festen (hebr. moed), absolut null Ahnung haben wollen. Da sagte Frau Prof. Ruth Lapide auf einmal: „viel Mischvolk zog auf einmal mit Gott“ (2.Mo.12,38) damals aus Ägypten, „Sie sind herzlich eingeladen, nicht von mir“, so Lapide, „sondern der Bibel“!

    Denn was die wenigsten Nichtjuden wissen ist, dass wenn sie mit Seinem Volk (an Pessach und jedem Schabbat – 5.M.5,15) erst einmal ausziehen und dann also unter ihnen als Fremdlinge lebten, sie von Gott auch zum heiligen Volk zugerechnet würden (2.M.12,48-49 u. 4.M.15,15-16). Und dann würden die Christen auch das Erste Gebot (und den Ewigen) vielleicht achten können – eine Hoffnung, Hatikva!

    Wir werden weiter über Ruth Lapide und ihren Appell „Sie sind herzlich von der Bibel eingeladen“ berichten, versprochen“ Klick hier, wenn Artikel fertig ►

  8. Hildegard Hans sagt:

    Liebe Frau Professor Lapide,

    ich habe schon viele Sendungen von Ihnen gesehen, ob bei Bibel tv. oder auf Bayern tv. und bin immer sehr beeindruckt, da man gerade im Alten Testament viele Zusammenhänge nicht so leicht erkennt.
    Jedoch, was den Messias Jeschua, den Gesalbten betrifft, so haben Sie, meines Wissens, noch nicht die Erkenntnis, da im Johannesbrief 1.40-42 steht“…: Wir haben den Messias gefunden (der Gesalbte). Und er führte ihn zu Jesus….“ sowie im Johannesbrief 4.25:“Die Frau spricht zu ihm, ich weiß, daß der Messias kommt, welcher Christus genannt wird, wenn dieser kommt, wird er uns alles verkündigen. Jesus spricht zu ihr: ich bin,s, der mit dir redet!“
    Wenn wir jetzt nicht den Messias als unseren Herrn annehmen, weiß ich nicht, ob wir es, wenn er als Richter wiederkommt, noch können. „Denn jetzt ist die Zeit der Gnade und heut ist der Tag des Heils“, und das Heil kommt von den Juden. Aber im Matth. 13.13-15 steht:“Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehen und doch nicht sehen und hören und doch nicht hören und nicht verstehen und es wird an ihnen die Weissagung des Jesaja erfüllt, welche lautet:“Mit den Ohren werdet ihr hören und nicht verstehen und mit den Augen werdet ihr sehen und nicht erkennen! Denn das Herz dieses Volkes ist vestockt, und …“

    Hiermit will ich Sie, Frau Lapide keineswegs belehren, denn es sind die Worte aus der Bibel, der heiligen Schrift, die unser Leben verändern und uns durch den heiligen Geist inspierieren und zum Nachdenken bringen.

    Ich grüße Sie auf das herzlichste mit JAHWE Shalom

    von Hildegard Hans

  9. Gods Sabbath sagt:

    Sie können nichts davon wissen, gnädige Frau, dass das, was Sie leichtfertig als heilige Schrift (NT) bezeichnen, in Wahrheit nichts mit dem zu tun hat, was Gott und wir als „Heilige Schriften“ bezeichnen, dem TaNaCh: Tora (Weisung), Nevi’im (Propheten) und Ketuvim (Schriften).

    Im Tanach werden die Worte Gottes sowie die Menschen geheiligt, die diese Worte Gottes annehmen, denn
    …Ich bin der Ewige, der euch heiligt. (3.M.20,8)
    …ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das Ich euch gebiete, und sollt nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des Ewigen, eures Gottes, haltet, die Ich euch gebiete! (5.M.4,2)

    Das Neuen Testament wäre eine solche Hinzufügung, wenn man es nicht einfach nur als Lehrbuch betrachtet, sondern durch Menschen „heiligt“, denn es ist (s.o.) nur das heilig, was Gott heilig nennt.

    Beispiel
    „Dann wird der Ewige auf diesem Berg die Hülle verschlingen, die das Gesicht aller Völker verhüllt, und die Decke, die über alle Nationen gedeckt ist.“ (Jes. 25,7)
    gegenüber
    „Aber ihr Sinn ist verstockt worden, denn bis auf den heutigen Tag bleibt dieselbe Decke auf der Verlesung des Alten Testaments und wird nicht aufgedeckt, weil sie nur in Christus beseitigt wird.“ (2.Kor.3,14)
    Hier steht also ganz klar das Wort Gottes gegen das Wort von Paulus, der Kirche also, wie Sie es oben leichtfertig zitierten.

    Es liegt in diesem absoluten Widerspruch jedoch auch die größte Chance – für Sie persönlich! – verborgen, indem Sie sich für oder gegen Gott entscheiden können, „Heilig oder unheilig“ („Gedanken zu Chanukka“ von Jehonatan Kircher, IL-Ramat Bet Shemesh).