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Sabbat-Lesung und -Kommentar für die 15. Woche 2008, Sabbat TASRIA – Wenn sie empfängt:

3. Mose 12,1-13,59; Haftara-Prophetenlesung: 2. Könige 4,42-5,18; Hesekiel 45,16-46,18
Von Michael Schneider, NAI israel heute, Jerusalem

Kommentar:
Unsere Parascha setzt die Reihe der Gebote fort, die sich dem Leibe widmen, angefangen mit den Speisegesetzen in der letzten Lesung. Wieder gibt uns Gottes Wort Vorschriften in Bezug darauf, was „heilig“ und „rein“ ist und was „unheilig“ und „unrein“ ist in den Augen Gottes für Sein Volk.
Nun betreten wir u.a. auch das Gebiet der Sexualität, angefangen mit dem „Gesetz der Wöchnerinnen“, und werden hier Reinheit und Unreinheit betrachten.
Wir lesen im 12. Kapitel von den sieben „unreinen“ Tagen (nidda) nach der Niederkunft der Frau, sowie den sich anschließenden 33 Tagen der „Blutreinigung“ (tehara). Somit ist sie nach der Geburt eines Jungen insgesamt 40 Tage unrein für jeden sexuellen Verkehr und das Betreten des Heiligtums, das sind heute die Gotteshäuser wie Synagoge und Gemeinde. Nach der Geburt eines Mädchens ist die Zeit der Unreinheit doppelt so lang, nämlich 80 Tage (14 + 66). Nach Ablauf dieser Zeit wird ein Brandopfer gebracht, bei den Armen wiederum in Gestalt zweier Tauben. So taten es auch die Eltern von Jeschua nach seiner Geburt, siehe Lukas 2, 21-24.

Dann lesen wir im 13. Kapitel über jede Art Hautkrankheiten und wie sie geheilt werden kann.

In unserem Prophetenabschnitt aus 2. Könige 4 bis 5 lesen wir am Ende des 4. Kapitels von einem Brotvermehrungswunder, was wir von Jeschua im Neuen Testament kennen, aber hier wurde es von dem Propheten Elisa ausgeführt. Ja, die erste Brotvermehrung!
„Sein Diener aber sagte: Wie soll ich das hundert Mann vorsetzen? Er sagte: Gib es den Leuten, dass sie essen! Denn so spricht der HERR: Man wird essen und übriglassen.
Und er setzte es ihnen vor; und sie aßen und ließen übrig nach dem Wort des HERRN“,
lesen wir in den letzten Versen 43 und 44. So eine große Tat in nur zwei Versen.

Dann lesen wir im 5. Kapitel in 2. Könige die bekannte Geschichte des syrischen Generals und Aussätzigen, Naaman, den Gott nicht nur am Leibe heilen wollte, sondern auch am Geiste. Der stolze Heeroberst hörte durch seine Haussklavin, in Israel befinde sich ein Heilprophet, er könnte ihn von seiner Hautkrankheit heilen. Wir werden sehen, dass in diesem Kapitel es viel um die Diener geht, sei es Naamans oder Elisas. Naaman aber wollte den Propheten begegnen und als aber ‘nur’ sein Diener Gehasi aus dem Hause kam und ihn empfing, war sein Hochmut getroffen und er wollte zurückkehren. Mit anderen Worten, er war wohl einen roten Teppisch für ‘Hochwürden’ gewohnt. Hier können wir uns selbst sehen, sind wir nicht auch oft beleidigt, wenn ‘nur’ ein Diener, Beamter oder Sekretär uns empfängt und der Prominente und die berühmte Persönlichkeit selbst nicht?

Wie hat Jesus gehandelt? Er ging zu dem ‘einfachen Volk’.
Diese Lehre wollte Gott in unserer Geschichte Naaman lehren, und zwar mit Hilfe von Knechten und Dienern, die uns der HERR in den Weg stellt.
Bevor Er ihn am Leibe heilen wird (oder konnte), brauchte er eine ‘siebenfache’ Lektion. Nachdem sich Naaman von seinem Diener überreden ließ, ging er doch in den schmutzigen Jordanfluß und ließ sich laut Gebot Elisas sieben Mal eintauchen. Ein echter Akt der Demut.
Nun konnte Gott ihn heilen.


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